Kleine Produzenten schützen mehr den Urwald und sorgen für mehr Vielfalt bei der Aufforstung.

Das hat eine Studie von einem Projekt für die Förderung des Erhalts und der nachhaltigen Nutzung des Regenwalds im nördlichen mittleren Westen Brasiliens ergeben. Dort hat man beobachtet, dass die Bauern auf ihren kleinen Ländereien die Artenvielfalt erhöhen, indem sie verschiedene Baum- und Pflanzenarten gezielt anbauen. Da sie weniger Platz haben als große Plantagen, sind sie angehalten, eine Artenvielfalt zu erschaffen, um die finanzielle Sicherheit zu garantieren. Daher müssen sie den Bedürfnissen ihrer Anpflanzungen Rechnung tragen. Dies bedeutet in der Regel z.B. genügend Raum zwischen den Bäumen anzulegen.

Selbst auf einer ehemaligen Viehweide, wo sich kein Wildtier blicken ließ, gelang es einem Bauern, zahlreiche Pflanzen- und Baumarten zu kultivieren. Dadurch wurde eine effektive Wiederaufforstung seines Landes erreicht. Wildtiere und Vögel kehrten zurück. Neben einem wirtschaftlichen Erfolg wurde auch ein ökologischer Gewinn erzielt. Dabei zeigt sich, dass die Erfüllung der ökologischen Erfordernisse nicht nur zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt, sondern dieser Erfolg geradezu davon abhängt.

Fazit: Der unabhängige kleine Produzent im Regenwald ist daher ein Bestandteil im Ökosystem, welches er nicht nur erhält, sondern seine Vielfalt noch erhöht. Das heißt, der Wald bereichert den Bauern, und der Bauer den Wald. Man kann sagen, die Chance der Green Economy besteht daran, eine Art modernen „Indianer“ zu erschaffen.