Ariá (Calathea allouia) wurde lange Zeit von indigenen Völkern in der Amazonasregion kultiviert.
Auch bekannt als “süße Maiswurzel”, wird Ariá manchmal sogar mit Äpfeln verglichen! Die Ariá bleibt knusprig beim ganz normalen Kochen, was sie zu einem außergeöhnlichen Gaumerlebnis macht.
Die Wurzeln enthalten 15% Stärke, 7% Eiweiß, außerdem ist dei Ariá eine wertvolle Quelle essentieller Aminosäuren, wie z.B. Lysin, Methionin und Tryptophan.

Leider verliert Ariá kontinuierlich genetische Verschiedenartigkeit, denn ihre Kultivierung ist in den vergangenen 30 Jahren kontinuierlich zurück gegangen. Der Grund hierfür liegt hauptsächlich in den veränderten Essgewohnheiten der Kleinbauern und Indios im Amazonasgebiet, deren Ernährung zunehmend auf konventionellen Produkten wie Süßkartoffeln oder gar industrialisierten Produkten auf Weizenbasis basiert.
Aber noch kann man Ariá auf lokalen Märkten Nordbrasiliens finden, und obgleich diese Wurzel es nie zu einer kommerziellen Nutzung gebracht hat, ist sie im Vergleich zu anderen PANCs sogar außerhalb Brasiliens relativ bekannt.

„Calathea allouia“ wird von der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) besonders zur Kultivierung in „food forstes“ empfohlen, da sie aufgrund ihrer besonderen anbautechnischen Anforderungen (unter anderem benötigt sie Schatten und feuchte Böden) nicht zum monokulturellen Anbau taugt.
Als nährstoffreiche Feldfrucht mit jährlicher reicher Ernte erlaubt diese PANC Kleinbauern ein exzellentes Auskommen.

Aber der vielleicht wichtigste Aspekt ist die Tatsache, dass die Rettung von seltenen Nutzpflanzen wie Airá nicht nur die Rettung der Biodiversität darstellt, sondern auch Kultur und Traditionen der indigenen Bevölkerung der Amazonasregion bewahrt, welche im Laufe der Zeit verloren gegangen sind, und zwar hauptsächlich aufgrund industrieller Landwirtschaft und aufgrund eines schleichenden „Ernährungsimperialismus“.

Quellen: FAO (2014), Kinupp; Lorenzi (2009)

Picture Credits: Jornal Estado de São Paulo

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